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Praxis für Logopädie
Kurfürstenstraße 14
14467 Potsdam
Dreißig Speichen umgeben eine Nabe:
In ihrem Nichts besteht des Wagens Werk.
Man höhlet Ton und bildet ihn zu Töpfen:
In ihrem Nichts besteht der Töpfe Werk.
Man gräbt Türen und Fenster, damit die Kammer werde:
In ihrem Nichts besteht der Kammer Werk.
Darum: Was ist, dient zum Besitz.
Was nicht ist, dient zum Werk.
Laotse

Wesen der Sprachtherapie

Ich finde, dass der Ausspruch Laotses sehr gut wiedergibt, was Logopädie für mich bedeutet. Die Logopädie beeinflusst Sprache und Stimme, die ihrem Wesen nach auch etwas nicht Fassbares sind und doch so viel ermöglichen. Gesellschaftliche Teilhabe hängt im Wesentlichen von der Sprachkompetenz ab.

Auch Sprache, Sprechen und Stimmklang sind nicht greifbar. Sie entstehen zwar mit Hilfe der „Sprechwerkzeuge“, aber die Äußerungen gelangen mit Hilfe der Schallwellen – gewissermaßen als „das Nichts“ zum Zuhörer. Der „Wortschatz“ ist kein materieller Besitz, sondern dient dazu, in kommunikativer Hinsicht beim Gegenüber etwas zu bewirken. So ermöglicht er es, sich als wirkungsvoll und einflussreich zu erleben.

Das therapeutische Wirken findet indirekt statt: Ich kann in der Behandlung möglichst eindeutige Reize (Wagen, Töpfe, Kammer) setzen, die vom Gehirn verarbeitet werden, der Verarbei­tungs­prozess wird aber von mir nicht gesteuert (z.B. Hörübungen vor Ausspracheübungen in der Artikulationstherapie; Einsatz intentionaler Bilder statt stimmtechnischer Anweisungen in der Stimmtherapie).

Durch meine therapeutische Haltung, die geprägt ist von Empathie, Wertschätzung und Akzeptanz, gebe ich der Stimme, einem Entwicklungsschritt oder einem wichtigen Denkprozess Raum. Nicht zuletzt spielen Humor und Lachen eine große Rolle in meiner Arbeit. Beides kann man nicht „besitzen“, sondern nur wirken lassen und erleben…